Böse Jungs. Band 1

Cover Aaron Blabey (Text, Illustration)
Lisa Engels (Übersetzung)
Böse Jungs. Band 1
Aus dem Englischen von Lisa Engels
Baumhaus Verlag
ISBN: 978-3-8339-0423-3
€ 10,00 (D), € 10,30 (A)
140 Seiten
Ab 6

Nominierung 2018, Kategorie: Sonderpreis, thematisch

Jurybegründung
Comics sind nicht leicht zu übersetzen, und die Fachliteratur dazu füllt Regale. Die Text-Bild-Kombination, die angeblich das Lesen so sehr erleichtert, hat beim Übersetzen ihre Tücken. Die gesprochene Rede muss zu den Protagonisten passen. Die genretypische Sprache mit ihren typischen Floskeln muss erhalten bleiben, denn die Leser haben zu Recht bestimmte Erwartungen an das Buch und seine Helden. Und schließlich: Nie hat man auf den Seiten genug Platz für die Übersetzungen. Auch wenn, wie hier, gar keine Sprechblasen vorhanden sind, sollen Text und Bild ausbalanciert sein und die Lautmalereien müssen stimmen und dürfen nicht zu viel Platz verbrauchen.
Das alles ist der Übersetzerin Lisa Engels gelungen und sie hat Mut zu kontroversen Entscheidungen bewiesen. Einer der Helden, ein Piranha, wird als Südamerikaner und Spanischsprecher markiert. Im Englischen und im Deutschen gelten aber andere Wörter als „typisch südamerikanisch“. Im Original steht „hermanos“, also „Brüder“, oder „chicos“, in der deutschen Fassung werden die hierzulande üblicheren Ausdrücke „Amigos“, „Hombre“ oder „Muchachos“ gewählt. Die Leser sollen nicht mit neuen Vokabeln konfrontiert werden, sondern sie sollen Anspielungen erkennen können. Der Charakter der Figuren bleibt gewahrt, die genrespezifischen Herausforderungen sind bewältigt.
 


AUTOR &
ILLUSTRATOR
Aaron Blabey
  Aaron Blabey,
wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in einer Stadt in den australischen Blue Mountains nahe Sydney, wo er seine Bücher schreibt und nebenbei seine geliebte Plattensammlung erweitert.
© Foto: privat

ÜBERSETZERIN
Lisa Engels
  Lisa Engels,
geboren 1993, lebt in Köln und ist seit Januar 2016 im Kinder- und Jugendbuchlektorat von Boje, Baumhaus und One tätig. Sie studierte Medienwissenschaft und English Studies an der Universität Bonn.
© Foto: Bastei Lübbe

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